Kleider machen Leute Inhaltsangabe Zusammenfassung Gottfried Keller

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Gottfried Kellers Werk "Kleider machen Leute" verpackt einen weitverbreiteten Spruch in eine Geschichte, die auch von Erwachsenen gern gelesen wird. Die Funktion der Kleidung in der Gesellschaft wird anhand der Hauptperson Wenzel verdeutlicht. Die Novelle stellt auf spielerischer Weise den Unterschied zwischen „Leute machen Kleider“ und „Kleider machen Leute“ dar.

Wenzels Vergangenheit

Wenzel stammt aus Schlesien, aus armen Verhältnissen und hat von Geburt aus schlechte Zukunftsaussichten. Wenzel dient ein Jahr lang der Armee. Danach wird ihm lediglich eine Schneiderlehre ermöglicht, welche er aber aus Geldnot abbrechen muss. Um vor den Schulden zu flüchten, verlässt Wenzel seine Heimat Schlesien. Ein weiterer Grund für die Abreise ist der Tod seiner Mutter, er ist auf sich selbst aufgestellt. Er ist nicht mehr an seine Heimatstadt gebunden und will sein Glück an einem anderen Ort versuchen.

Der rettende Reisewagen

Wenzel reist in die weite Welt, hat jedoch Schwierigkeiten, wegen seiner Kleidung Unterkunft und Essen zu bekommen. Da seine Mutter für eine Gutsherrin gearbeitet hat, hatte Wenzel die Möglichkeit erhalten, sich anders zu kleiden und zu verhalten. Dies wird ihm besonders behilflich auf der Reise. Dank des großzügigen Kutschers erreicht er eine fremde Stadt- Goldach. Die Einwohner halten ihn wegen der Kleidung für einen Grafen und verhalten sich dementsprechend. Wenzel verweilt längere Zeit in dieser Stadt. Er erhält Unterkunft beim Gasthof "Zur Waage". Die Bewohner wundern sich, dass der Fremde kein Gepäck hat, und bieten ihm Essen und Kleidung an. Wenzel wird aufgefordert, Karten zu spielen und er gewinnt. Auf dieser Weise kann er die Unterkunft bezahlen. 
Der ehemalige Schneider schafft es ungewollt, den Einwohnern vorzutäuschen, er wäre ein Graf. Doch es plagt ihn sein Gewissen und er will öfter die Stadt verlassen. Aber jedes Mal überlegt er sich anders und bleibt trotzdem. Ein Grund für den Aufenthalt ist Nettchen, die Tochter des Amtsrats. Nettchen und der angebliche Graf verlieben sich und wollen sich verloben.

Ein Strich durch die Rechnung

Jedoch haben die zwei Verliebten nicht mit dem Schneiderfestzug und mit dem Buchhalter gerechnet. Der Buchhalter will Nettchen heiraten, also will er Wenzel in die Falle locken. Er merkt, dass der „Graf” gestochene Finger hat. Wie durch Zufall kommt ein Schneiderfestzug in die Gegend, wo Wenzel und Nettchen wohnen. 
Unter den Feiernden ist auch Wenzels ehemaliger Dienstherr. Dieser erkennt ihn und spricht ihn an. Wenzel entscheidet sich wieder, die Stadt zu verlassen.
Wenzel erzählt Nettchen, wie es zum Vorfall kommen konnte, dass er für einen Grafen gehalten wurde. Nettchen merkt, dass Wenzel ehrlich ist und wahre Liebe für sie empfindet, und sucht ihn. Nettchen findet ihn und beschließt, mit ihm nach Seldwyla zu ziehen.

Ein neuer Anfang

Nettchen schafft es, ihren Vater zu überreden, dass sie und Wenzel heiraten dürfen. Sie bringt ihren Vater und ihren Ehemann näher zueinander.
Wenzel öffnet ein Geschäft, dieses finanziert er mit Nettchens Geldanlagen. Er wird damit erfolgreich und vermögend. Nach mehreren Jahren sammelt er Berufserfahrung und wird dadurch noch reicher. Nettchen und Wenzel bekommen auch Nachwuchs und verlassen die Stadt. Sie ziehen nach Goldach um.

Die Novelle zeigt, wie die Kleider die Wahrnehmung der Menschen verändern können. Der erste Eindruck ist für die Meinungsbildung Vieler entscheidend. Erst im Nachhinein kommt die Wahrheit zum Vorschein, was in manchen Fällen zu spät ist. Die vorgestellte Novelle handelt von einer Person, die versehentlich für eine andere Person gehalten wurde. Aber oft ist es der Fall, dass Menschen absichtlich vortäuschen, eine andere Person zu sein. Ziel ist es für diese, bestimmte Vorteile zu genießen.

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